Einstufung: CE-Level 2 (T+)
Der Spina Rückenprotektor wurde entwickelt, um dort zu überzeugen, wo andere versagen und um die üblichen Erwartungen zu übertreffen – insbesondere dort, wo viele andere Schützer an ihre Grenzen stoßen: bei Hitze.
Leistungsausfall
Verletzungen der Wirbelsäule sind immer schwerwiegend. Selbst geringfügige Verschiebungen können zu bleibenden Schäden führen, weshalb ein Rückenschutz von entscheidender Bedeutung ist. Viele Rückenprotektoren aus Schaumstoff verlieren jedoch an Schutzwirkung, wenn sie Hitze ausgesetzt sind. Ihre Schutzwirkung nimmt mit steigender Temperatur ab, was eine gefährliche Schwachstelle darstellt.
Dies warf für uns eine grundlegende Frage auf: Warum sollten wir uns mit Protektoren zufriedengeben, die nur unter idealen Bedingungen funktionieren, außerhalb dieser Bedingungen jedoch versagen?
Die Auswirkungen von Hitze
Hitze macht gummiartigen Schaumstoff, das am häufigsten verwendete Material für Rückenprotektoren, weich. Ähnlich wie Reifen, die bei Erwärmung flexibler und griffiger werden, wird Schaumstoff weicher – aber im Gegensatz zu Reifen beeinträchtigt diese Erweichung die Schutzwirkung.
Um das CE-Level 2 (EN 1621-2:2014) zu erreichen, muss Schaumstoff einen Falltest bei 22 °C bestehen. Eine höhere T+-Einstufung bedeutet, dass dieser Schutz auch bei 40° C erhalten bleibt. 40° C mögen extrem erscheinen, aber unter realen Fahrbedingungen – Körperwärme, Sonneneinstrahlung, körperliche Anstrengung – kann dieser Schwellenwert leicht erreicht oder überschritten werden, zumal Rückenprotektoren oft direkt auf der Haut getragen werden. Und die hat schon im Ruhezustand eine Temperatur von etwa 33° C.
Für uns bedeutet echte Leistungsfähigkeit, auch bei diesen erhöhten Temperaturen Schutz zu bieten, nicht nur unter Laborbedingungen.
Die Herausforderung
Unsere Herausforderung bestand nicht darin, den T+ Standard zu erfüllen, sondern ihn zu übertreffen. Um dies zu erreichen, stellte unser Forschungs- und Innovationsteam fest, dass herkömmliche Materialien nicht ausreichen.
Wir haben uns über die Welt der Motorräder hinaus mit Hochleistungs-Sportschuhen befasst, bei denen funktional abgestufte EVA-Zwischensohlen die von uns benötigten Eigenschaften aufweisen: Sie sind leicht, flexibel, widerstandsfähig gegen Mehrfachstöße und vor allem temperaturunempfindlich. In Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Sportbereich haben wir einen neuen EVA-Schaumstoff speziell für den Wirbelsäulenschutz bei hohen Temperaturen entwickelt.
Mehr als eine konventionelle Konstruktion
Es reichte jedoch nicht aus, einen Rückenprotektoren wie eine Einlegesohle zu formen. Die Aufgabe war komplexer, für die mussten wir ein völlig neues Herstellungsverfahren entwickeln. Wir haben das Spritzgussverfahren verfeinert, um für Atmungsaktivität sorgende Netzstrukturen einzufügen, Stanzlöcher hinzugefügt, um die Luftzirkulation zu verbessern, und die Form des Schaums durch Thermopressung finalisiert. Das Resultat? Ein ausgewogener, leichter Protektor, der auch bei starker Hitze Struktur und Stoßdämpfung beibehält.
Um optimale Trageeigenschaften zu erzielen, haben wir die Anatomie verschiedener Körpertypen analysiert. Das Ergebnis: ein bidirektionales Schnallensystem, das Schulter- und Hüftgurte integriert und für eine gleichmäßige Kraftverteilung und ganztägigen Tragekomfort sorgt. Außerdem ist das System reparabel – denn der Spina Protektor kann nach einem Unfall wiederverwendet und weiterhin zuverlässig zu schützen.
Fazit
Nach zwei Jahren, über 120 Materialversuchen und unzähligen Prototypen sind wir stolz darauf, den REV'IT! Spina Rückenprotektor vorzustellen. Er ist das Ergebnis branchenübergreifender Zusammenarbeit, innovativer Produktionsverfahren und mutigem Design – ein Protektor, der endlich die Frage beantwortet: Warum sind Rückenschützer bisher nicht über den Standard hinausgegangen?
Weil es noch niemand versucht hat. Bis jetzt.















